Bayerischer Immobilientag 2025
„Der Bayerische Immobilientag des BFW ist die führende Fachveranstaltung für die Immobilien und Wohnungswirtschaft“ – dieses Statement des Bayerischen Staatsministers für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, stand zu Beginn eines besonderen Termins.
Rund 300 Gäste hatten sich Ende März für den Bayerischen Immobilientag des BFW Landesverbandes Bayern angemeldet und in München versammelt. Darunter Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag und dem Bayerischen Landtag, zahlreiche Vertreter von Ministerien und der Veraltung sowie zahlreiche hochrangige Akteure und Verbandsmitglieder aus der Bau- und Immobilienbranche.
In seiner Eröffnungsrede betonte BFW Bayern Präsident Andreas Eisele, worauf es angesichts der vielfältigen Herausforderungen und der politischen Neustrukturierung in Berlin ankommt: „Wir brauchen eine Senkung der Vorschriften und Standards, um das Bauen einfacher und effizienter zu gestalten“. Diese Forderung ist besonders relevant in Zeiten, in denen die Immobilienwirtschaft mit einer Vielzahl von Hürden zu kämpfen hat. Zwar zeigen auf Landesebene die aktuellen Maßnahmen der Modernisierungsgesetze positive Ansätze, dennoch bleibt noch viel zu tun, um signifikante Wachstumsimpulse auszulösen.
Dass die Bayerische Staatsregierung an der Seite des Verbandes und der Immobilienwirtschaft steht, unterstrich daraufhin Staatsminister Bernreiter in seiner Grußbotschaft, der sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankte und auch die Beteiligung des BFW Bayern auf dem Bayerischen Baugipfel anmerkte. Dass sich der BFW nicht nur auf Landesebene in die politischen Prozesse einbringt, sondern auch in Richtung der Entscheider in Berlin, erörterte daraufhin BFW-Bundesgeschäftsführer Andreas Beulich, der die Ergebnisse der Bundestagswahl aus BFW Perspektive einordnete und die wichtigsten Verbandsforderungen schilderte, die im Moment mit Nachdruck kommuniziert werden.
Eine umfassende Analyse der aktuellen und möglichen zukünftigen Entwicklung der Immobilienwirtschaft bot Prof. Dr. Tobias Just, Geschäftsführer der IREBS Immobilienakademie. Er wies nicht nur auf die Herausforderungen durch die aktuelle wirtschaftliche Lage hin, sondern plädierte auch für eine stärkere Zusammenarbeit, um Ineffizienzen im System zu identifizieren und zu beheben. Alle Anwesenden könnten zusammen aktiv an diesen Veränderungen mitwirken. Dies ergänzte die Prokuristin und Niederlassungsleiterin München der bulwiengesa AG, Dr. Heike Piasecki, durch eine spezifische Analyse des Bayerischen Marktes. Untermauert von brandaktuellen Statistiken und Zahlen erläuterte sie neben dem Wohnungsmarkt auch die Entwicklung von Gewerbe und Einzelhandel und plädierte für innovative Lösungen. In Bayern könne man schon erste positive Entwicklungen sehen, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft machen.
Ein zentraler Teil der Veranstaltung waren die Praxisbeispiele zum Wohnungsbau im städtischen- und ländlichen Kontext. Tiefe Einblicke in die Planungs- und Baupraxis ermöglichten Dr. Max von Bredow, Geschäftsführender Gesellschafte der MvB Baukultur GmbH; Dr. Marian Dietzel, Geschäftsführender Gesellschafter der Domino Bau- und Handels GmbH sowie der Niederlassungsleiter Region Süd der DORNIEDEN Projektentwicklung GmbH, Jens Ludwig. Bei der anschließenden Expertendiskussion sammelte der Moderator ihre Anliegen und Lösungsvorschläge, um sie den fachlich zuständigen Landtagsabgeordneten auf dem politischen Panel des Immobilientages zu unterbreiten. Hier entwickelte sich ein spannender politischer Schlagabtausch zwischen den Abgeordneten Josef Schmid (CSU), Martin Behringer (Freie Wähler), Jürgen Mistol (Grüne) sowie Florian von Brunn (SPD).
Die Gäste und Verbandsmitglieder gingen in das anschließende persönliche Netzwerken mit dem Wissen, dass der Ideenaustausch untereinander und die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft unerlässlich sind, um die aktuellen Herausforderungen der Branche zu meistern. Bei bester kulinarischer Versorgung bot das Gehörte noch über Stunden Gesprächsstoff, während alte Kontakte vertieft und neue Bekanntschaften geschlossen wurden.