Bayerischer Immobilienkongress 2026

03.07.2026, Hotel Andaz München

Einfach bauen, urban entwickeln, Zukunft gestalten –
Der Bayerische Immobilienkongress des BFW Bayern diskutiert neue Wege und die Zukunft der privaten Immobilienwirtschaft

Der Bayerische Immobilienkongress des BFW Landesverband Bayern e.V. war auch 2026 der zentrale Treffpunkt der bayerischen Immobilienunternehmen. Unter dem Titel „Baustrategien für Bayern und urbane Stadtentwicklung“ kamen führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um über neue Wege und Potentiale der Wohnraumschaffung zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Fragen nach aktuellen bauwirtschaftlichen Perspektiven, Potenzialen des einfachen Bauens und wie das Baugeschehen in den bayerischen Metropolen wieder in Schwung kommen kann. Doch auch über aktuellen Herausforderungen wurden besonders im politischen Panel offen gesprochen.

In seiner Eröffnung betonte der Präsident des BFW Bayern, Andreas Eisele, worin das Kernziel des Verbandes liegt: „Wir werben konsequent für Rahmenbedingungen, die Investitionen in Immobilien wieder ermöglichen. Denn eines dürfen wir nie vergessen: Ohne private Investitionen wird der dringend benötigte Raum für Wohnen und Gewerbe nicht entstehen können“.

Die Wichtigkeit des Themas spiegelte sich auch im politischen Grußwort des Bayerischen Staatsministers des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann, MdL wider. Herrmann hob die Bedeutung des BFW und der Branche hervor und bedankte sich bei den anwesenden Unternehmern für deren Einsatz in der Gestaltung des Freistaats. Ganz konkret schilderte er dabei, welche Maßnahmen die Staatsregierung für die bayerische Immobilienwirtschaft bereits angestoßen und geplant hat.

Prof. Dr. Thomas Beyerle, Professor für Immobilienwirtschaft an der Hochschule Biberach, sprach in einer Keynote an diesem Tag nicht nur über die notwendige „Bayerische Bauwende“, sondern auch über aktuelle Zukunftstrends wie die Anwendung von KI durch Immobilienunternehmen. Ein besonderer Schwerpunkt des ersten Themenblocks lag auf der Frage, wie Projekte wieder finanzierbar und damit überhaupt umsetzbar gemacht werden können. Dabei wurde intensiv über neue Wege zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums und zur Senkung der Baukosten durch einfaches Bauen diskutiert. Eindrucksvoll stellte BFW Bayern Mitglied Dr. Ernst Böhm von der B&O Gruppe die bundesweit wegweisenden Pilotprojekte seines Unternehmens vor, wobei er auf konkrete Erfahrungen mit vereinfachten Bauweisen einging. Unter dem zugespitzten Titel „50 Prozent weniger Kosten – 100 Prozent mehr Wohnungen“ wurde deutlich, welches Potenzial in einer Konzentration auf das Wesentliche liegen kann.

Nach einer Kommunikationspause widmete sich der zweite Teil des Kongresses der urbanen Stadtentwicklung mit einem besonderen Fokus auf die Landeshauptstadt. Zuvor erläuterte der Justiziar des BFW Bundesverbandes, Franco Höfling noch die Bedeutung der BauGB-Novelle für Immobilienunternehmen und welche neuen Möglichkeiten sowie Anforderungen sich daraus ergeben.

Als eines der prominentesten Münchner Beispiele für die Transformation städtischer Räume stellten Ralf Büschl und Frank Jainz von der Büschl Unternehmensgruppe das bekannte PaketPost-Quartier vor. Es steht beispielhaft für die Entwicklung neuer urbaner Räume und die Frage, wie bislang anderweitig genutzte Flächen zu lebendigen Quartieren mit neuen Impulsen für die Stadtentwicklung werden können. Hieran anschließend referierte Prof. Dr. Matthias Ottmann von der Urban Progress GmbH über die Zukunft des Central Quartiers in München rund um den entstehenden neuen Hauptbahnhof. Er selbst ist engagierter Teil einer Initiative, welche die in diesem Raum aktiven Eigentümer, Investoren und institutionellen Partner vereint und davon überzeugt ist, dass das Central Quartier der Ort sein wird, an dem internationale Unternehmen, Talente und Besucher ankommen und bleiben werden.

Beide Impulse boten die perfekte Diskussionsgrundlage für das traditionelle politische Panel des Kongresses über die Zukunft des Immobilienstandorts München. Die Fraktionsvorsitzenden der Münchner Stadtratsfraktionen – Prof. Dr. Jörg Hoffmann (FDP/FW), Manuel Pretzl (CSU), Dr. Christian Köning (SPD) und Sebastian Weisenburger (Die Grünen – Rosa Liste) – kamen gerne auf die Bühne des BFW Bayern, um die zentralen Herausforderungen und Lösungsansätze für die Immobilienwirtschaft in der Landeshauptstadt zu diskutieren. Der Austausch zeigte einmal mehr, dass die Zukunft Münchens nur im Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und privater Immobilienwirtschaft erfolgreich gestaltet werden kann und dass das Bauen nicht allein Aufgabe des Staates oder der Stadt sein darf. In seinem Schlusswort bat Präsident Eisele die Verantwortlichen aller Kommunen in Bayern nicht allein auf Hilfe zu warten, sondern engagiert das zu tun, was in ihrem Einflussbereich liegt, um Neubau und Sanierungen so schnell wie möglich umzusetzen.

Im Anschluss ließen die Teilnehmenden den intensiven Kongresstag bei der etablierten „Bayerischen Immobiliennacht“ über den Dächern Münchens ausklingen. Die M’Uniqo Rooftop Bar bot bei einem herrlichen Sonnuntergang den idealen Rahmen für persönlichen Austausch und intensives und hochkarätiges Networking. Genau dieses vertrauensvolle Miteinander prägt den Bayerischen Immobilienkongress des BFW Bayern seit Jahren als zentralen und beliebten Treffpunkt der Branche.